Der SSV Lützenkirchen stellt mit der Abteilung Beatgymnastik ein Angebot zur Verfügung, bei dem alle Altersgruppen zusammenfinden. Egal ob Abnehmen oder sich fit halten, die Bewegung während des Trainings hat für die Teilnehmer viele positive Effekte.
„Zur Seite und dann die Arme dazu“, „die Beine nach hinten“. Die Kommandos von Simone sind trotz der Musik, die aus der Stereoanlage kommt, deutlich zu verstehen. „Es nur vorzumachen alleine bringt nichts. Deswegen sage ich lieber noch mal genau, wie die Bewegung auszusehen hat“, erklärt die Trainerin der Beatgymnastik beim SSV Lützenkirchen.
Sie ist eine von vier Übungsleiterinnen, die wöchentlich um die 30 Teilnehmer abwechselnd in der Werner-Heisenberg-Halle und in der Halle der Gemeinschaftsgrundschule im Kirchfeld begrüßt. „Der Großteil sind Frauen, aber wir haben manchmal auch zwei oder drei Männer dabei“, berichtet Ilse Gösling, die vor 30 Jahren die Beatgymnastik-Abteilung beim SSV Lützenkirchen gegründet hat und bis vor fünf Jahren auch als Trainerin tätig war. Seitdem ist die Abteilung stetig gewachsen, ungefähr 170 Personen, schätzt sie, sind momentan in allen Gruppen aktiv. „Und das Schöne daran ist: Alle Generationen treffen hier aufeinander. Es war sogar mal der Fall, dass Oma, Mutter und Kind beim Training da waren“, erinnert sie sich und muss schmunzeln. Tatsächlich ist es auffällig, wie selbstverständlich junge Teenager und 65-jährige Rentner hier nebeneinander trainieren und Freude an der Bewegung haben. Die Motive der einzelnen Teilnehmer gehen dabei auseinander. „Bei vielen steht natürlich das Abnehmen im Vordergrund. Aber einige kommen auch, weil sie sich untereinander schon länger kennen und sich gerne gemeinsam fit halten“, erzählt Margit Neupert, seit zwölf Jahren Abteilungsleitern beim SSV.
Das Tempo der Bewegungsausführungen bestimmen die Teilnehmer trotz der Vorgaben der Trainerin selber. Reicht die Luft gerade Mal nicht aus, wird sich eine Pause genommen und kurz etwas getrunken. „Alles kein Problem“, sagt Simone, die das zweistündige Programm mit einer Aufwärmphase beginnt. Anschließend zeigt sie verschiedene Konditionsübungen, bevor mit einem Dehnprogramm das Tempo ein wenig gedrosselt wird. In der letzten halben Stunde wird schließlich muskelbildende Gymnastik betrieben, wobei es jedem Teilnehmer jedoch selber überlassen ist, einzelne Elemente des Trainings auszulassen. Benötigt werden für die Übungen einzig Gummimatten, die entweder persönlich mitgebracht oder vom Verein zur Verfügung gestellt werden. Viele der Teilnehmer absolvieren die Übungen zudem mit kleinen Hanteln, um die Intensität des Trainings noch ein wenig zu erhöhen.
„Im Sommer wandert die Beatgymnastik-Abteilung dann für sechs Wochen ins Freie und trainiert auf dem Rasen am Sportplatz in Lützenkirchen“, erzählt Ilse Gösling. Die Musik wird dabei jedoch nicht fehlen, denn sie ist ein wichtiges Element für das Tempo der Bewegungsausführungen. Aber auch die Motivation wird durch die Hintergrundmusik erhöht, weiß Gösling: „Eins ist klar, ohne die Musik hätte ich mich damals kein bisschen bewegt.“